{"id":1457,"date":"2024-12-17T12:04:12","date_gmt":"2024-12-17T11:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.thelivingcore.com\/?p=1457"},"modified":"2025-03-12T15:29:10","modified_gmt":"2025-03-12T14:29:10","slug":"innovation-aus-der-zukunft-potentiale-vs-trends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thelivingcore.com\/en\/innovation-aus-der-zukunft-potentiale-vs-trends\/","title":{"rendered":"How are trends different from potentials and why it matters for innovation?"},"content":{"rendered":"<p>Nach den vielen \u00dcberlegungen zu Innovation, zu \u201clearning from the future as it emerges\u201d und zur Unterscheidung zwischen \u201cpurpose\u201d und \u201cmeaning\u201d ist es nun an der Zeit, sich Gedanken zu der Unterscheidung zwischen Potentialen und Trends zu machen. Denn obwohl beide in der Zukunft liegen und beide f\u00fcr Innovation relevant sind, bezeichnen sie doch unterschiedliche Ph\u00e4nomene.<\/p>\n<p>Eines steht au\u00dfer Frage: sowohl ein Trend als auch ein Ph\u00e4nomen befasst sich mit der Zukunft. W\u00e4hrend ein Trend als eine Ver\u00e4nderung oder eine Bewegung erkannt wird, die bereits stattfindet, ist ein Potential unsch\u00e4rfer und liegt normalerweise weiter in der Zukunft. Ist ein Trend bereits klar sichtbar (z.B. in der Mode oder in der Technologie), kann das Potential weder vollst\u00e4ndig erkannt noch gut verstanden werden. Ein Potential kann nicht dadurch identifiziert werden, indem NutzerInnen beobachtet werden, die einen bestimmten Trend leben \u2013 da das Potential weit vor dem Trend liegt. Es ist etwas, das im Entstehen ist und sich noch nicht zeigt. Es sind nicht einzuordnende Verhaltensweisen, alternative (Lebens)Entw\u00fcrfe, subtile Ver\u00e4nderungen z.B. in Wertesystemen oder Mindsets, oder \u00e4hnliches, die sich noch nicht in konkreten, existierenden Objekten, Dingen oder Ph\u00e4nomenen zeigen. Ein Potential ist immer verborgen oder latent, es ist \u201cnoch nicht\u201d, es kann nicht direkt erkannt oder \u00fcber unsere Sinnesorgane wahrgenommen werden.<\/p>\n<h2>Potentiale zeigen sich nicht klar, sie \u201cliegen in der Luft\u201d<\/h2>\n<p>Ein Potential \u201cliegt in der Luft\u201d, es ist subtil und \u201cunter der Oberfl\u00e4che\u201d des bereits Wahrnehmbaren. Man muss erst tief in das Feld eintauchen und es empathisch ersp\u00fcren, es von Innen heraus kennenlernen. In vielen F\u00e4llen hat ein Potential seinen Ursprung in fast nicht mehr erkennbaren Ver\u00e4nderungen, wie etwa in sozialen Werten oder in kulturellen Verschiebungen. Da sich diese Ver\u00e4nderungen nicht an einem konkreten Ereignis oder einem speziellen Ph\u00e4nomen festhalten lassen, ist ein \u201csense-making\u201c Prozess notwendig. \u201cSense-making\u201c bezeichnet ein Eintauchen in die Thematik und ein tiefes Verst\u00e4ndnis des Gegenstandes und seiner Zusammenh\u00e4nge. So kann identifiziert werden, worum es bei Potentialen eigentlich geht: welcher potentieller Zweck, Wert oder Need steht dahinter? Was k\u00f6nnte eine ungenutzte Nische sein? Welche Implikationen hat dies f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte der Transformation in der Gegenwart?<\/p>\n<p>Beispiel: Blockchain-Technologie \u2014 sowohl als Trend als auch Potential<br \/>\nEin gutes Beispiel zur Veranschaulichung stellt die Blockchain-Technologie dar. Zum einen ist sie ein Trend, der z.B. unsere Art, Finanztransaktionen oder Vertr\u00e4ge durchzuf\u00fchren, drastisch ver\u00e4ndert hat. Diese neue Technologie und Dienstleistung ist allerdings aus einer zukunftsorientierten Innovationsperspektive eher eine Projektion aus der Vergangenheit. Sie repr\u00e4sentiert Variationen bereits bestehender Probleme, L\u00f6sungen und Ans\u00e4tze.<\/p>\n<p>Die Potentiale des Blockchain-Ansatzes gehen jedoch viel tiefer: Sie ber\u00fchren qualitative Themen und unter anderem Fragen bez\u00fcglich neuer Formen der Vertrauensbildung, Peer-to-Peer-Interaktion, verteilte Verarbeitung und Dezentralisierung, neue Formen der Gestaltung sozialer Vertr\u00e4ge, neue Formen des Wirtschaftens, der Zusammenarbeit und der Wissensarbeit und vieles mehr.<\/p>\n<h2>Innovation \u201cvon innen nach au\u00dfen\u201d<\/h2>\n<p>Derzeit ist noch nicht klar, was m\u00f6gliche Produkte oder Dienstleistungen sein k\u00f6nnten \u2013 und es ist noch viel unsicherer, welche m\u00f6glichen zuk\u00fcnftigen Bed\u00fcrfnisse und Nutzungen diese erf\u00fcllen und welche Nischen sie er\u00f6ffnen k\u00f6nnten. Der Punkt ist, dass es notwendig ist, in einem ersten Schritt all diese Themen und ihre Beziehungen untereinander zu verstehen und tief in die ihnen zugrundeliegende Potentiale einzutauchen. An diesem Punkt geht es nicht darum, bereits an m\u00f6gliche L\u00f6sungen oder Produkte, Dienstleistungen oder Gesch\u00e4ftsmodelle zu denken. Es geht vielmehr darum, sich mit dem Kern dieser Themen auseinanderzusetzen und zu \u00fcberlegen, welche Potentiale in diesem Kern noch nicht ausgesch\u00f6pft wurden bzw. noch entstehen wollen.<\/p>\n<p>Erst dann macht es Sinn, \u00fcber m\u00f6gliche Bed\u00fcrfnisse, Zwecke (\u201cpurposes\u201c), Anwendungen oder L\u00f6sungen nachzudenken und \u201cvon innen nach au\u00dfen\u201c zu innovieren. Innovation \u201evon innen nach au\u00dfen\u201c bedeutet, die Potentiale des Kerns zu konkreteren Artefakten zu entwickeln. In den meisten F\u00e4llen stellt dies sicher, dass sowohl neuartige als auch nachhaltige und fruchtbare Innovationen aus einem solchen Prozess hervorgehen. Mehr Informationen dazu gibt es in den Blogposts \u201cStrategien der Innovation\u201c, \u201eHindernisse der Innovation\u201c und \u201eInnovation aus dem Inneren heraus\u201c.<\/p>\n<p>Image: Werner du Plessis at Unsplash<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den vielen \u00dcberlegungen zu Innovation, zu \u201clearning from the future as it emerges\u201d und zur Unterscheidung zwischen \u201cpurpose\u201d und \u201cmeaning\u201d ist es nun an der Zeit, sich Gedanken zu der Unterscheidung zwischen Potentialen und Trends zu machen. 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