9. Februar 2026

Med Uni Innsbruck

Zwischen Reagenzglas und Gesellschaft: Die neue Rolle der medizinischen Universität Innsbruck

Es war kein lauter Start. Keine große Geste. Eher ein Innehalten. Ein Moment der Klarheit.
Dass es nicht mehr ausreichend ist, nur exzellente Forschung zu betreiben. Denn Exzellenz ohne Wirkung ist zu wenig. An der Medizinischen Universität Innsbruck wurde diese Erkenntnis zur Initialzündung. Eine Institution, verwurzelt in medizinischer Spitzenforschung, stellte sich einer grundlegenden Frage:

Wie können wir den Sprung wagen – von wissenschaftlicher Erkenntnis zur Innovation, vom Labor zur Gesellschaft?

Gleichzeitig wuchs der Druck von außen. Mit dem neuen nationalen Ausgründungsrahmen (2024) wurde der Ruf nach mehr Innovation, mehr Wirkung, mehr „Third Mission“ lauter. Während viele noch in Papieren blätterten, begannen vier Menschen zu handeln:
Die Vizerektorinnen Birgit Hochenegger-Stoirer und Christine Bandtlow, gemeinsam mit den Gestalter:innen Elisabeth Stiegler und Martin Ellmerer.

Ihre Vision war kühn: Einen Ort zu schaffen, an dem medizinische Innovation nicht verwaltet, sondern Begeisterung für Innovation entfacht wird. Ein Innovation Hub, der Brücken baut, zwischen Forschung und Unternehmertum, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen wissenschaftlicher Theorie und Anwendung. So entstand das MedLifeLab. Und mit ihm ein Versprechen: Dass die Universität nicht nur Antworten und exzellente Grundlagenforschung liefert, sondern auch aktiv Zukunft gestaltet.


theLivingCore kommt ins Spiel

Doch eine solche Transformation braucht mehr als Strukturen und Prozesse. Sie bedarf eines Wandels im Denken und in der Haltung. Darum wurde theLivingCore gerufen. Nicht als klassische Berater:innen, sondern als Co-Architekten eines kulturellen Neuanfangs. In enger Zusammenarbeit mit dem MedLifeLab-Team begleiteten wir diesen Wandel von Anfang an: als Prozessarchitekt:innen, als Strateg:innen, aber vor allem als Kulturstifter:innen (Innovation ist eine Haltungsfrage).

In enger Zusammenarbeit mit dem Führungsteam, dem Technologietransfer und externen Partnern entstand Schritt für Schritt das Fundament des MedLifeLabs, strukturell und kulturell tief verankert. In Workshops, Interviews und Sprints wurde der Boden bereitet:

  • Purpose, Mindset und Vision: Was ist der tiefere Sinn des MedLifeLabs? Warum gibt es uns an der medizinischen Universität Innsbruck? Wofür stehen wir und was leitet unser Handeln?
  • Teamzusammenführung und Konfliktklärung: Zwei bisher getrennte Teams mit unterschiedlichen Arbeitskulturen wuchsen zu einer Einheit zusammen. Es ging um Vertrauen. Um Konflikte. Um das Aufbrechen alter Muster. Denn wo Innovation wachsen soll, muss zuerst ein gemeinsamer Boden bereitet werden.
  • Innovationsprozesse und Angebotsdesign: Für wen sind wir da? Welche Services bieten wir an, und wie gestalten wir die „Reise“ von der Idee zur Anwendung?
  • Kick-off-Event mit über 100 Gästen: Eine inspirierende Keynote von Markus Peschl („Innovating from the Future“) machte die neue Richtung spürbar: voller Energie, Vision und Tiefe.

 


Das Ergebnis: Ein Innovation Hub mit Haltung

Heute steht das MedLifeLab einerseits als neue Institution (GmbH), aber vor allem für einen neuen Geist an der Medizinischen Universität Innsbruck:

  • Innovations-Ökosystem: Verankerung in Tirol, Österreich und darüber hinaus, mit konkreten Kooperationen wie der Westachse-Initiative.
  • Professionalisierter Tech-Transfer: Individuelle Unterstützung und Begleitung für Forschende, von der Grundlagenforschung über das Patent bis hin zur Skalierung.
  • Anspruch einer gesellschaftlichen Wirksamkeit.
  • Kultur des Miteinanders: Forscher:innen, Investor:innen, Industriepartner und Startups begegnen sich auf Augenhöhe.
  • Neues Mindset: Innovation als handlungsleitende Haltung — auch in der Forschung.


Wirkung: Warum das MedLifeLab mehr ist als eine neue GmbH

Das MedLifeLab verändert, wie eine Universität über Innovation denkt und wie sie wirkt:

  • Es macht die Medizinische Universität Innsbruck attraktiver für Talente, Berufungen und Partner.
  • Es überwindet Trennlinien zwischen Forschung, Anwendung und Gesellschaft.
  • Es ermöglicht eine Medizin, die nicht nur heilt, sondern gestaltet.

Was als mutige Vision begann, wurde mit theLivingCore zum kraftvollen Transformationsprozess. Und vielleicht ist das MedLifeLab genau der Ort, an dem Ideen wirklich fliegen lernen. Noch muss sich das MedLifeLab beweisen, die Grundsteine sind gelegt.




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